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Adventsgewinnspiel 2013 – Tür 19

 
Heute könnt ihr das Buch „Emma und Emilia“ von Tanja Topac gewinnen! Zusätzlich gibt es heute einen zweiten Gewinner … denn die Autorin verlost ebenfalls ihr Taschenbuch „Dem Tod ins Gesicht gelacht“ zum Buch.
 
 
Kurzbeschreibung:
Prideaux Place in Cornwall – ein prächtiger Landsitz und Nachlass von Ellen Bond. Als ihre Nichte Emma ihr unerwartetes Erbe antritt, ahnt sie nicht, dass sie die Schatten der Vergangenheit dieses Ortes einholen werden. Stück für Stück offenbart sich ein schreckliches Familiengeheimnis.
Tanja Topac
 
Leseprobe aus dem Buch „Emma und Emilia“ Genre: Mystery/Fantasy Das Buch ist erhältlich bei Amazon.de als Taschenbuch & kindle edition Außerdem findet ihr auf ihrer Homepage alle Infos zum Buch
 
Lesprobe
Linas erster Geburtstag war der 3. November. Einen Tag vorher kam Maurizio zu Stan in die Praxis. Er wollte sehen, wie es seinem Freund ging und in Erfahrung bringen, was er für den nächsten Tag geplant hatte.
Während er von seinem Vorhaben erzählte, weinte er bitterlich und auch der Tierarzt konnte seine Tränen nur schwer zurückhalten. Als er später ging, wünschte er seinem Freund viel Kraft, um das Ganze beenden zu können.
Er hatte nicht geschlafen, sein Gesicht war verzehrt von Angst und Trauer. Stundenlang saß er vor Linas Bettchen, betrachtete sie, streichelte ihr Köpfchen und verabschiedete sich still von Ihr. Emma war mal wieder auf der anderen Seite, wie jede Nacht. Mittlerweile war es drei Uhr morgens.
Stan hatte alles vorbereitet, er nahm sich einen Lappen, den er mit Äther beträufelte, dann ging er hinüber zu Lina und hielt ihr das getränkte Tuch auf die Nase. Er wollte nicht, dass sie von dem Einstich aufwachte und ihm womöglich in die Augen sah. Als er sicher war, dass die Kleine ganz tief schlief, verabreichte er dem Mädchen die tödliche Dosis intravenös. Es war ein Mittel, womit man Tiere einschläferte. Er hatte es von seinem Freund bekommen. Es führte nach kurzer Zeit dazu, dass das Herz stehen blieb.
Er steckte die feine Nadel in die sanfte und weiche Haut des Babys. Während er die Spritze drückte, liefen ihm Tränen übers Gesicht, immer wieder sagte er krächzend: »Bitte verzeih mir, Lina. Verzeih mir, bitte verzeih mir, meine Süße! Als er fertig war, legte er die Spritze zur Seite, nahm das Stethoskop und lauschte den Herztönen, die immer langsamer und unregelmäßiger wurden. Lina wurde immer kälter. Er konnte fühlen, wie das Leben aus dem kleinen Körper wich. Und dann war es
vorbei. Das kleine Herzchen hatte aufgehört zu schlagen. Lina war im Schlaf gestorben, sie hatte nichts davon mitbekommen.
Stan sank kraftlos auf einen Stuhl. Er wusste, auch sein Leben war vorbei. Was er da getan hatte, würde er sich niemals verzeihen können, aber er musste so handeln, für Emma, für Lina und für die Zukunft.
Er ging zu Bett, bat Gott um Verzeihung und schlief irgendwann erschöpft vom Weinen, ein.
Emma kam von ihrem nächtlichen Trip zurück. Wie jeden Tag wollte sie zuerst nach Lina sehen. Sie ging leise in das Kinderzimmer, es war noch sehr früh und sie wollte niemanden aufwecken. Sie betrat den Raum im Halbdunkeln, ging zum Bettchen hinüber und küsste die kleine Lina auf die Stirn, so wie sie es an jedem Morgen getan hatte, seit das Mädchen auf der Welt war. Voll Entsetzen schreckte sie zurück, als ihre Lippen die kalte Haut des Babys berührten. Sie knipste das Licht an. Sofort erkannte sie, dass ihre kleine Lina tot war. Verzweifelt nahm sie den schon steifen Körper hoch, um ihn sogleich voller Grauen wieder abzulegen. Ein Schrei des Entsetzens löste sich von ihren Lippen und hallte durch das ganze Haus, bevor sie ohnmächtig zu Boden fiel.
Selbst Edward und Luise hatten den gellenden Schrei bis in das Gästehaus gehört. Sofort war ihnen klar, dass der gnädige Herr seine Aufgabe ausgeführt hatte und eine tiefe Trauer machte sich in ihren Herzen breit.
Auch Stan hatte ihren Schrei gehört, er lief hinüber in das Kinderzimmer, hob seine Frau vom Boden auf und trug sie in ihr Bett. Als sie erwachte, starrte sie in Stans Gesicht. »Sag mir bitte, dass ich geträumt habe.«
»Lina lebt, oder?« Als sie in Stans Augen sah, wusste sie, dass es kein Traum war. Lina war tot, ihre kleine, lebensfrohe, stets lächelnde Tochter lebte nicht mehr.
»Es tut mir leid, mein Schatz«, sagte Stan, ohne ihr dabei in die Augen zu sehen. »Ich hab‘ sie mir eben angesehen. Sie muss am plötzlichen Kindstod gestorben sein.« Er nahm seine Frau in den Arm und sie
weinten beide bitterlich. Stan fühlte sich schrecklich, er hatte ein schlechtes Gewissen Emma gegenüber. Könnte er ihr je wieder in die Augen sehen? Er war zum Mörder seines eigenen Kindes geworden. Er litt wie ein geprügelter Hund. Nein, er litt wie einst der alte Zigeuner, dem man das Liebste genommen hatte. Somit bekam eine weitere Generation seine Rache zu spüren.
© Text Tanja Topac
 
Frage: Wie heißt der Ehemann von Emma?
 
Die richtige Antwort schickt ihr bitte an adventsgewinnspiel2013@gmx.de (Betreff: 19. Türchen plus heutiges Datum) Einsendeschluss ist um Mitternacht. Der oder die Gewinner/in wird morgen ermittelt und per Email benachrichtigt.
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