Veröffentlicht in Rezension

[Rezension] Das letzte Sandkorn von Bernhard Giersche

Rezension Das letzte Sandkorn von Bernhard Giersche
 
Verlag: Begedia
Seiten: 360
ISBN:   978-3943795523
Erscheinungsjahr: 14. Juni 2013
gelesene Format:  e-Book
 
Inhalt
„Du hast zehn Tage Zeit, die Welt zu retten, bevor ich sie zertrete mit allem Gewürm darauf. Zehn Tage und Nächte gebe ich Dir, Dir alleine, um die Welt zu retten. Nutze sie oder vergehe zusammen mit allen anderen Deiner Art.“
Alle Menschen auf der Erde erhalten zur gleichen Sekunde die gleiche Botschaft. Und jeder wird zum Retter der Welt. Augenblicklich brechen alle Gesellschaften auf dem Erdball zusammen, denn jeder Mensch wird zum alleinig auserkorenen göttlichen Werkzeug und jedes menschliche Individuum findet die Ursache von Gottes Zorn woanders.
Und sie handeln so, wie Menschen stets handeln.
Nur Wenige werden den zehnten Tag erleben.
Aber wird es einen elften Tag geben?“
Quelle: amazon.de
 
Meine Meinung
Am Anfang war ich total abgeneigt, denn ich dachte was ist das wieder für eine heilige Sche…. Denn mit Gott oder Ähnlichen habe ich es nicht so. Aber ich muss sagen, dass ich sehr, sehr positiv überrascht wurden bin. Die Ansage von Gott finde ich zwar etwas sehr fragwürdig, dennoch das so ein Chaos losbricht war mir schon recht früh klar. Denn jeder macht seinen Vorgesetzten, Nachbarn, Eltern etc. für seine berufliche und private Laufbahn verantwortlich. Und es meinen leider zu viele, der wiederrum Andere schadet der Welt mehr, als man selbst. Somit sterben soooo viele Menschen.
Der Versicherungssachbearbeiter Adam kommt mir etwas gestört vor. Was auch kein Wunder bei dem schweren Unfall in seiner Teeniezeit ist. Sehr positiv bin ich verblüfft wurden, als er erst Tomate und später die Gruppe rettet.
Linder ist eigentlich der Gestörte in der Geschichte, aber er ist mir vollkommen sympathisch und nach seiner schweren Kindheit kann man das verstehen. Mit dem Geschichtenverlauf wächst er über sich hinaus und verändert sich zum Guten.
Becki alias Brigitta (ich stolper dauernd über den Name) ist blind und vollständig hilflos in dem Chaos. Doch wie es der Zufall will, wird sie von Linder aufgegriffen und beschützt. Somit bleibt es auch nicht aus, dass mitten in der Apokalypse eine Liebesbeziehung entsteht.
Laurentz Beck ist Banker und so kommt er mir auch vor. Schmierig und aalglatt, irgendwie werde ich nicht richtig warm mit ihm. Dazu kommt das er ein Angsthase ist, zumindest am Anfang. Seine Entwicklung im Laufe des Buches ist eher negativ und mir fällt dazu nur ein Wort ein: Wahnsinn. Es ist wirklich erschreckend und für mich zwar nachvollziehbar, was er damit erreichen will. Aber dennoch graut es mir und so habe ich mit den netten Protagonisten gebangt, wenn sie auf Beck getroffen sind.
Der Autor springt von Ich-Erzähler Adam zur dritten Person bei den anderen Mitgliedern. Eine direkte Hauptfigur gibt es nicht. Der Wechsel geht fließend über. Durch tolle Beschreibungen konnte ich es mir gut vorstellen. Mit mehrmaligen Wiederholungen wurde darauf hin gewiesen, dass es überall auf der Welt solche grauenhaften Szenen sich abgespielt haben. Das finde ich toll, denn durch die Erzählungen bekommt man den Eindruck, dass es nur in Deutschland so ist. Kurz wird auch in andere Länder gesprungen. Dies passt super in den Handlunsgstrang.
Alle Charaktere sind nachvollziehbar und glaubwürdig. So habe ich mit ihnen gebangt, gerätselt wie es weiter geht und auch mich gefreut, wenn wieder ein Tag erfolgreich gemeistert wurde. Mit dem Wissen, dass die Welt nur noch 10 Tage besteht, verrückt auch der Blick für wirklich wichtige Dinge im Leben. Fast alle Protagonisten sind allein, wenig später zu zweit und zum Schluss gibt es quasi den Knall und alle treffen aufeinander. Was nicht ganz unblutig zu geht.
Allerdings habe ich auch etwas zu meckern. Ich weiß das es Bernhard Giersche´s Debüt war und dank der Leserunde auf LovelyBooks konnten wir ihm gute Tipps für sein nächstes Buch geben. Es gab leider Textstellen die nicht ganz so hinein gepasst haben oder wo der Leser sich etwas mehr Tiefe gewünscht hätte. Sprich ein oder zwei Sätze mehr. So war man stückweise etwas unzufrieden und etwas losgelöst von der Geschichte. 
4 von 5 Punkten
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